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Umwelt_Wildbienen

16.05.2018

Wildbienen – harmloses Insekt in Gärten wie öffentlichen Anlagen

Wildbiene

Mit Beginn der warmen Jahreszeit, werden auch die Wildbienen – wie beispielsweise Sandbienen – wieder aktiv. 

Die Stadt Groß-Gerau erreichen aktuell zahlreiche Meldungen von Bienen im Rasen oder in Sandspielflächen von Kindertagesstätten oder auf öffentlichen Spielplätzen. Aufgrund der vielen Nachfragen hat die Stadt Groß-Gerau Siggi Schneider, den Vorsitzenden des Imkervereins Wiesbaden, um Rat gebeten.

Entsprechend seinen Beschreibungen handelt es sich bei den vielerorts entdeckten Insekten um Wildbienen, die als Solitärtiere leben und nicht in einem Staat wie die Honigbienen der Imker.

Die männlichen Wildbienen-Drohnen sind nur zu Beginn der Paarungszeit, das heißt für wenige Tage, aktiv und besitzen keinen Stachel. Die weiblichen Wildbienen verfügen nur über einen sehr kleinen Stachel, der kaum fähig ist die menschliche Haut zu durchdringen. Da die Wildbienen nicht in einem Staat leben, den sie verteidigen müssen, gehen sie jeder Konfrontation aus dem Weg. Grund: im Falle einer Verletzung oder Tötung könnten sie sich nicht fortpflanzen, beziehungsweise ihre Nachkommen nicht mehr versorgen. Zudem sind auch die weiblichen Wildbienen nur wenige Wochen betriebsam.

Wildbienen bevorzugen einen sonnigen, trockenen und lockeren Boden. Eine Zerstörung der Nester oder eine Tötung der Tiere ist nach Bundesnaturschutzgesetz verboten. Aufgrund ihrer Sanftmütigkeit eignen sich diese Bienen außerordentlich gut für Beobachtungen - gerade auch durch Kinder – und ein besseres Kennenlernen der Natur.
Wildbienen leisten einen ganz erheblichen Beitrag zur Befruchtung von Blühpflanzen und sind daher außerordentlich nützlich. Wer sie unterstützen möchte, kann eine Blühfläche im Garten oder auf dem Balkon anlegen. Speziellen Samen gibt es im Fachhandel. Weitere Informationen zu „Biene Majas wilde Verwandte“ bietet die Internetseite http://www.imkerverein-wiesbaden.de/andere-bienen.cfm.