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SiB_Dank_an_Ahmadiyya

09.06.2020

Bürgermeister Walther: „Ohne ihre Hilfe hätten wir das nicht leisten können“

Dankeschön sagte die Stadt Groß-Gerau der Gemeinde der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die im Verlauf der Corona-Krise über einen Zeitraum drei Wochen rund 40 Menschen, die in einer Flüchtlingsunterkunft unter Quarantäne standen, unter großem persönlichen Einsatz mit Speisen und Getränken versorgte. Im Bild von links nach rechts: Stadtverordnetenvorste-her Klaus Meinke, Bürgermeister Erhard Walther, Birgit Ruland (Leiterin des kommunalen Sozial- und Integrationsbüros), Sozialarbeiterin Josefine Blaise sowie die Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde, Nassir Wagishauser, Rashid Afzal und Umar Ullah Cheema.

„Es ist mir ein Bedürfnis danke zu sagen. Ich zolle der Groß-Gerauer Gemeinde der Ahmadiyya Muslim Jamaat großen Respekt, denn ihre Mitglieder standen der Stadt Groß-Gerau in einer hochproblematischen Situation hilfreich zur Seite, halfen uns sprichwörtlich aus der Klemme“, betonte Bürgermeister Erhard Walther bei einer Zusammenkunft mit Nassir Wagishauser, Rashid Afzal und Umar Ullah Cheema von der Ahmadiyya-Gemeinde.

Als im April eine Unterkunft für Geflüchtete wegen nachgewiesenen Covid-19-Infektionen bei mehreren Bewohnern von jetzt auf gleich komplett unter Quarantäne gestellt wurde, galt es kurzfristig die Versorgung der rund 40 Frauen, Männer und Kinder sicherzustellen. Dies vor allem auch unter dem Aspekt, dass die Gemeinschaftsküche des Hauses nicht genutzt werden durfte. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, einen geeigneten Weg zu finden, das Richtige zu tun“, räumte Bürgermeister Walther ein, der sich froh darüber zeigte, in der Ahmadiyya-Gemeinde einen verlässlichen Partner gefunden zu haben. In enger Absprache mit der Leiterin des kommunalen Sozial- und Integrationsbüros (SIB), Birgit Ruland, sowie der Sozialarbeiterin Josefine Blaise haben junge Leute der Ahmadiyya-Gemeinde die rund 40 Geflüchteten über einen Zeitraum von drei Wochen mit frisch zubereitetem warmen Essen sowie kalten Speisen und Getränken versorgt, deren Zutaten sie zuvor einkauften. Gekocht wurden die Mahlzeiten, die Bedürfnisse von Muslimen wie auch von Vegetariern berücksichtigten, auf dem Gelände der Ahmadiyya-Gemeinde, ehe die Helfer die Speisen portioniert in die Berkacher Unterkunft lieferten.

Da es sich als schwierig erwies, den Bewohnern des Hauses die Verhaltensregeln während der Quarantäne-Zeit sprachlich zu vermitteln, sprangen auch hier die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde ein. 

„Ohne ihre Hilfe hätten wir das nicht leisten können“, stellte Bürgermeister Erhard Walther fest: „Es ist von hohem Wert, dass sie spontan gesellschaftliche Hilfe geleistet, Nächstenliebe und auch Integrationswillen bewiesen haben.“

Er habe gegenüber der Stadt bereits Wochen zuvor die Hilfsbereitschaft seiner Gemeinde signalisiert, so Nassir Wagishauser. Nach dem ersten Hilferuf durch die Stadt und kurzer Beratung in einem Team aus 15 Personen aus der Jugendorganisation der Ahmadiyya-Gemeinde sei man sich schnell einig gewesen: „Wir kriegen das hin.“ Und dank intensivem Austausch und guter Zusammenarbeit mit Bürgermeister Erhard Walther, Birgit Ruland und Josefine Blaise habe alles gut funktioniert. „Wir sind ein Teil Groß-Geraus, möchten uns für die gute Aufnahme bedanken und dies auch deutlich machen“, betonte Nassir Wagishauser.   

Im Namen der Einwohner Groß-Geraus sprach Stadtverordnetenvorsteher Klaus Meinke seinen Dank aus. Josefine Blaise, die als Sozialarbeiterin in der Unterkunft tätig ist, teilte mit, dass das Essen durch die Bewohner viel Lob erfahren habe. Als direkte Ansprechpartnerin der Helfer wies SIB-Leiterin Birgit Ruland abschließend darauf hin, dass es für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft wichtig sei nicht zu schauen was trennt, sondern was verbindet. Die jüngste Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Ahmadiyya-Gemeinde sei ein gutes Beispiel für gelungene Integration.