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Baustelle_Nordring_L3094

14.07.2017

Stockender Verkehr auf L 3094 – Zufahrt zum Gewerbegebiet gewährleistet

Baustelle Illustration

Für Unmut sorgt derzeit der Ausbau des Groß-Gerauer Verkehrsknotenpunktes Landesstraße 3094 / Nordring, der von Hessen Mobil und Stadt Groß-Gerau gemeinsam umgesetzt wird.

Bei den vorbereitenden Planungen war den Verkehrsbehörden wichtig, dass der Verkehr auf der Landesstraße 3094 – trotz erheblich erschwerter Bedingungen für die ausführenden Unternehmen – während der gesamten Bauzeit in beiden Fahrtrichtungen jederzeit aufrechterhalten werden kann. Zudem galt es, den Nordring für den von der Autobahn abfließenden Verkehr frei zu halten, damit Lastwagen nicht irre geleitet werden und letztendlich ohne Wendemöglichkeit vor dem historischen Rathaus der Kreisstadt stehen.

Bis vor wenigen Tagen ist es gelungen, Kraftfahrzeuge zweispurig an der Baustelle vorbei zu leiten. Aktuell wird die verkehrsärmere Zeit der Schulferien genutzt, um anstehende Arbeiten im zentralen Bereich der Baustelle auszuführen. Dies ist Grund dafür, dass der fließende Verkehr den Baubereich nur einspurig passieren kann. Geregelt wird die Verkehrssituation durch eine Ampelanlage, deren zeitliche Regelung am vergangenen Donnerstag (13. Juli) an die erkennbar schwierige Situation vor Ort angepasst worden ist. Um den Verkehr aus Richtung Nauheim nach Groß-Gerau besser abfließen zu lassen, wurde dieser Fahrtrichtung die längste Grünphase zugeordnet, etwas kürzer ist die grüne Ampelphase für Verkehrsteilnehmer, die aus Groß-Gerau kommen wie für aus dem Nordring kommende Fahrzeuge. Die einspurige Verkehrsführung muss nach jüngsten Erkenntnissen bis Ende Juli beibehalten werden.

In den Stoßzeiten morgens und abends – immer dann, wenn es auch auf den Autobahnen A 60 und A 67 zu Stauungen kommt – sorgt erfahrungsgemäß auch überörtlicher Verkehr für eine höhere Frequenz auf der L 3094, die dann vielen als Alternativroute und Querverbindung dient.

„Die Überlegung, in einem ersten Schritt das Gewerbegebiet „Im Schachen“ durch den Bau eines Kreisverkehrsplatzes anzubinden, war nicht zu realisieren“, erläutert Bürgermeister Stefan Sauer. Grund, den Gedanken zu verwerfen, war die Erkenntnis, dass im vorgesehenen Baubereich ein Bodenaustausch stattfinden muss, um die erforderliche Tragfähigkeit zu erreichen. Der bestehende Klärungsbedarf hätte unweigerlich zu einer erheblichen zeitlichen Verzögerung geführt.

Das Schaffen einer Behelfsausfahrt vom Gewerbegebiet „Im Schachen“ auf die L 3094 (über einen Acker am westlichen Rand) sei geprüft, letztendlich aber mit Verweis auf Sicherheitsgründe von der Polizei zu Recht untersagt worden, so Sauer weiter. Zudem hätte man damit rechnen müssen, dass eine solche Behelfsstraße, die ein Umfahren der Baustelle im Kreuzungsbereich Nordring möglich gemacht hätte, von Autofahrern schnell als Schleichweg erkannt wird. Resultat daraus wäre eine weitere Belastung der Hans-Böckler-Straße gewesen.

Ohne jeden Zweifel ist die Zufahrt zum Gewerbegebiet „Im Schachen“ – wenn auch über Umwege – während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Die Hans-Böckler-Straße ist über die innerstädtische Mainzer Straße und den Nordring zu erreichen. Kraftfahrer, die zur Autobahn möchten, werden zur Entlastung von Wohnstraßen ganz bewusst zur Anschlussstelle Büttelborn geleitet. Ein Ausfahren in den Nordring, Richtung Autobahnanschluss Groß-Gerau, ist für Anlieger und Kunden des Gewerbegebietes ohnehin dauerhaft möglich.

„Eines ist klar. Wir haben uns gemeinsam mit den Verantwortlichen von Hessen Mobil im Vorfeld der Bauarbeiten in diesem Bereich viele Gedanken gemacht“, betont Bürgermeister Stefan Sauer. „Am einfachsten wäre es gewesen, wir hätten das Umfeld für den Verkehr komplett gesperrt. Dies wollten wir jedoch unbedingt vermeiden. Daher haben wir die Abläufe in der Baustelle soweit als irgend möglich dem regulären Verkehrsfluss angepasst, obwohl dies mit einer spürbar verlängerten Bauzeit einhergeht. Um den erforderlichen Ausbau des Verkehrsknotenpunktes zu bewerkstelligen gab und gibt es schlicht und einfach keine andere Möglichkeit.“